Alte Kunst


Prunkrahmen im Stil des Rokoko Ansbach, um 1740, Foto: Bayerische Staatsgemäldesammlungen | Alte Pinakothek
Abbildung veröffentlicht in KUNST Magazin Ausgabe März 2010

von Katharina Knieß

Rahmenkunst. Auf Spurensuche in der Alten Pinakothek
Alte Pinakothek, Barer Str. 27
28.1.–18.4., Di 10.00–20.00 Uhr, Mi–So 10.00–18.00 Uhr
Tel. 089 – 238 05-216, www.pinakotheken.de

Im Gemäldedepot der Alten Pinakothek forschte die Kuratorin Helge Siefert nach attraktiven Bilderrahmen. Etwa 4000 Rahmen und Bilder wurden für die Ausstellung gesichtet und erfasst, eine Auswahl von 92 Rahmen vom 16. Jahrhundert bis Klassizismus und Empire wird gezeigt. Vom Prunkrahmen bis zum Miniaturrahmen zeigt diese Präsentation sämtliche Gattungen der Rahmenkunst. Im Begleitprogramm zeigt die Rahmenwerkstatt Karl Pfefferle die Techniken der Rahmenherstellung und der Vergoldung an ausgewählten Beispielen.

Lecture Series 2010: Contemporary Curatorial Practices #2
Platform3, Kistlerhofstr. 70 (Haus 60 / 3. Stock)
24.3., 19.00 Uhr
Tel. 089 – 324 90 09-0, www.platform3.de

Im Rahmen der Vortragsreihe Contemporary Curatorial Practices geht das städtisch getragene Ausstellungsprojekt Platform3 in einer Kooperation mit den ifa-Galerien Stuttgart und Berlin den Fragen nach gegenwärtigen und zukünftigen Ausstellungsformaten nach. Im Fokus der internationalen Gäste stehen die Diskussion ihres kuratorischen Selbstverständnisses, aktuelle Projekte und die jeweiligen Arbeitsbedingungen vor Ort. Die Vortragende des zweiten Abends ist die Kritikerin und Kuratorin Övül Durmusoglu aus Istanbul. Sie beleuchtet die Bedeutung und speziell den Umgang mit „Anderssein“ im gegenwärtigen globali-sierten Kontext.

Alexandra Vogt: „Malerei – Video – Fotografie“
Galerie Jordanow, Fürstenstr. 11
bis 30.4., Mi–Fr 14.00–19.00 Uhr, Sa 10.00–16.00 Uhr
Tel. 089 – 28 77 97 76, www.galerie-jordanow.de

Ein Leitmotiv von Alexandra Vogts Arbeiten sind ihre Pferde, mit denen sie im Ex-Milchwerk St. Mang auf 5000 Quadratmetern arbeitet. Aus der symbiotischen Beziehung der Künstlerin mit dem ehemaligen industriellen Gebäude, das als Atelier und Pferdestall fungiert, den „Pferdemädchen” und der umgebenden Landschaft entwickelt die Malerin und Fotografin ihre teils romantisch-verträumt inszenierten, teils absurden Motive.

Giampaolo Babetto: „L’Italianità dei Gioielli“
Die Neue Sammlung, Türkenstr. 15
06.3.–30.5., Di 10.00–20.00 Uhr, Mi–So 10.00–18.00 Uhr
Tel. 089 – 27 27 25-0, www.die-neue-sammlung.de

Am 5. März wird die von Karl Fritsch neu kuratierte Danner-Rotunde offiziell eröffnet. Hier entstand ein neues, ungewöhnlich reiches Bild der internationalen Autorenschmuckszene mit ihren vielen Facetten, Strömungen und künstlerischen Konzepten. Als erste Einzelausstellung präsentiert Giampaolo Babetto ab 6. März „L’Italianità dei Gioielli“. Der avantgardistische Goldschmied ist einer der Protagonisten der sogenannten Schule von Padua und prägt ganz entscheidend das Bild des italienischen Autorenschmucks.
Der Künstler und Die Neue Sammlung entwickelten die Ausstellung eigens für die Situation in der Pinakothek der Moderne mit ihrem lichtdurchfluteten, kreisrunden Galerie-Raum im zweiten Obergeschoss der Rotunde, dessen spezielle architektonische Gegebenheiten jedes Jahr aufs Neue durch einen anderen Künstler der internationalen Autorenschmuckszene und sein Werk interpretiert werden (Katalog bei Arnoldsche Art Publishers).

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