Martin-Luther-Gedächtniskirche
- Riegerzeile 1a
- 12105 Berlin
- Montag: geschlossen
- Dienstag: 15:30 - 19:30 Uhr
- Mittwoch: 15:30 - 19:30 Uhr
- Donnerstag: 15:30 - 19:30 Uhr
- Freitag: geschlossen
- Samstag: geschlossen
- Sonntag: geschlossen
Foto: Martin Bayer. Veröffentlicht in KUNST Magazin Ausgabe 1109. -Ausstellungsansicht
Die Martin-Luther-Gedächtniskirche, erbaut in den Jahren1933-1935, ist von Symbolen des Nationalsozialismus geprägt und steht als national bedeutsames Gebäude unter Denkmalschutz. Für die Toten des ersten Weltkrieges als Erinnerungskirche geplant, wurde diese in den 1930er-Jahren im Gedankengut der Nationalsozialisten gestaltet und anschliessend weiter als Kirche genutzt. Nur die NS-Symbole wurden entfernt. Die Kirche ist somit ein authentisch erhaltener Ort, der die Verstrickung von Religion, Alltagsleben sowie nationalsozialistischer Kunst und Propaganda beispielhaft veranschaulicht. Die Ausstellung Treibsand im Jahre 2010 bemühte sich die "einzelnen Zeichen und Symbole nationalsozialistischer Prägung an diesem Ort sichtbar zu machen und ihre blasphemischen Aussagen zu benennen". Das Ausstellungsprojekt GegenBilder setzt der geschichtlichen Gemengelage und den subtilen Wirkungen der belastenden vorhandenen Ikonographie eine zeitgenössische Bildersprache entgegen, die das vergiftete Verborgene aufscheinen lässt oder aber das Gespinst durch Neues zerreißt. Die Künstler Norma Drimmer, Axel Gundrum, Matthias Koeppel, Mathilde Lafabrie, SOOKI und Kornelius Wilkens haben zum Teil extra Werke für diesen Ort geschaffen und sich dabei untereinander abgesprochen. Einige suchen die Kompensation und Neutralisierung der vorhandenen Bilder, andere die Konfrontation und Auseinandersetzung.