• Utopia Matters

    • Ausstellung: 23.02.10 - 11.04.10
    • Malerei
    • Thomas Wilmer Dewing: Sommer, ca. 1890 Öl auf Leinwand, 107 x 137,8 cm, Smithsonian American Art Museum, Washington D.C., Gift of William T. Evans, 1909.7.21, X.2008.87. Veröffentlicht in KUNST Magazin Ausgabe Februar 2010. -Thomas Wilmer Dewing: Sommer, ca. 1890

      Anfang des 19. Jahrhunderts entstanden in Anlehnung an die mittelalterlichen Zünfte Bruderschaften, die dem utopischen Ideal der kollektiven Arbeit nachgingen und sich in selbst gegründete Dörfer zurückzogen. Ihre Blütezeit erlebten diese Strömungen gegen Ende des 19. Jahrhunderts, als Künstler, Architekten, Kunstgewerbler und Schriftsteller in der ästhetischen Lebensweise und handwerklichen Tradition einen Ausgleich zur Unansehnlichkeit und Geschäftigkeit der Städte suchten. Die Avantgarde nach dem Ersten Weltkrieg verfolgte das Ziel einer idealen, in der Abstraktion verkörperten Harmonie und glaubte an die Möglichkeit einer gesellschaftlichen Erneuerung durch Kunst und Kunstgewerbe. „Utopia Matters“ präsentiert eine Reihe internationaler Fallstudien aus der Zeit von 1800 bis 1933 und untersucht die Entwicklung utopischer Ideen in der modernen westlichen Kunsttheorie und -praxis. Gezeigt werden Arbeiten der Les Primitifs, Nazarener, Präraffaeliten, von William Morris und Arts and Crafts, der Cornish Colony, des Neoimpressionismus, des De Stijl, Bauhaus und russischen Konstruktivismus.


Deutsche Guggenheim Berlin

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