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	<title>KUNST MAGAZIN</title>
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		<title>Der KUNST Magazin Wochenrückblick</title>
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		<pubDate>Fri, 25 May 2012 15:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Schmitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Virtueller Wochenrückblick]]></category>
		<category><![CDATA[Wochenrückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Tag für Tag können Sie im KUNST Magazin online von empfehlenswerten Ausstellungen, lesenswerten Büchern, Ausschreibungen oder wichtigen Neuigkeiten aus der Kunst- und Kulturszene lesen. Mit &#8230; <a href="http://www.kunst-magazin.de/der-kunst-magazin-wochenrueckblick/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_33083" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-33083" title="KUNST Magazin Wochenrückblick " src="http://www.kunst-magazin.de/wp-content/uploads/2012/05/wochenrueckblick_250512.jpg" alt="" width="550" height="427" /><p class="wp-caption-text">v.l.n.r.: Cornelia Schleime in der Schweiz, Amy Butler in Essen, Cover des Bildbandes von Alexander Rodin, Dieter Roth in Salzburg</p></div>
<p>Tag für Tag können Sie im KUNST Magazin online von empfehlenswerten Ausstellungen, lesenswerten Büchern, Ausschreibungen oder wichtigen Neuigkeiten aus der Kunst- und Kulturszene lesen. Mit der neuen Kategorie &#8220;<strong>KUNST Magazin Wochenrückblick</strong>&#8221; fassen wir die Ereignisse der Woche noch einmal zusammen. <span id="more-33071"></span></p>
<p>Seit dem 19. Mai ist im Essener Museum Folkwang die Ausstellung &#8220;<a href="http://www.kunst-magazin.de/wenn-bilder-geschichten-erzaehlen/" target="_blank"><strong>Geschichten zeichnen &#8211; Erzählung in der zeitgenössischen Grafik</strong></a>&#8221; zu sehen, schrieben wir am Montag. Gezeigt werden dort Arbeiten von zwölf nationalen und internationalen Künstlern, die sich mittels verschiedener Erscheinungsformen der illustrierten Erzählung widmen.</p>
<p>Der Dienstag brachte eine Rezension des Bildbandes von Alexander Rodin mit. Unter dem Titel &#8220;<a href="http://www.kunst-magazin.de/die-globale-gefahr/" target="_blank"><strong>Global Warning</strong></a>&#8221; sind dort Bilder versammelt, mit denen der in Berlin wohnende weißrussische Künstler einen Beitrag zur Problematik der Globalisierung liefert. Ebenfalls im Redaktionsplan stand die Ausschreibung, bei der &#8220;<a href="http://www.kunst-magazin.de/kultur-und-kreativpiloten-gesucht/" target="_blank"><strong>Kultur- und Kreativpiloten</strong></a>&#8221; gesucht werden: Ein Jahr lang werden die 32 Gewinner mit dem besten Geschäftskonzept von fachkundigen Experten unterstützt und gefördert. Auch für die kleinen Nachwuchskünstler war an diesem Tag etwas dabei: Die <a href="http://www.kunst-magazin.de/dschungelexpedition-in-der-stadt/" target="_blank"><strong>Foto-Expedition im Botanischen Garten in München</strong></a>, die am 1. Juni stattfindet.</p>
<p>Hier in Berlin ist sie seit langem kein unbekannter Name mehr, die Schweiz hingegen beginnt gerade erst damit, die Arbeiten von <a href="http://www.kunst-magazin.de/die-leinwand-als-spiegel-der-seele/" target="_blank"><strong>Cornelia Schleime</strong></a> zu entdecken, war am Mittwoch zu lesen. Das Museum Franz Gertsch widmet ihr noch bis zum 2. September eine umfassende Ausstellung. Für große Augen sorgte unterdessen die Versteigerung der Sammlung des im letzten Jahr verstorbenen Playboys <a href="http://www.kunst-magazin.de/auktion-sammlung-von-gunter-sachs-erzielt-millionen/" target="_blank"><strong>Gunter Sachs</strong></a>. Die erwarteten Preise der Kunstwerke wurden fast alle bei weitem übertroffen, der Erlös betrug am Ende knapp 45 Millionen Euro, hieß es am Mittwoch. Ein sehr ausführliches &#8211; aber besonders lesenswertes &#8211; Interview führten wir mit Künstler <a href="http://www.kunst-magazin.de/5-prozent-talent-und-95-prozent-harte-arbeit/" target="_blank"><strong>Arno Rink und seiner Tochter Marie Rink</strong></a>, die mittlerweile unter dem Namen &#8220;Oskar&#8221; ebenfalls künstlerisch tätig ist. Sie erklärte, inwieweit sie die Arbeit ihres Vaters in ihrem Schaffen beeinflusst hat.</p>
<p>Den Donnerstag widmeten wir einem außergewöhnlichen Künstler, der sich Zeit seines Lebens in den verschiedensten Genres und Themen auslebte und letztendlich doch immer wieder bei sich selbst landete: Um die verschiedenen <a href="http://www.kunst-magazin.de/das-selbstbildnis-des-dieter-roth/" target="_blank"><strong>&#8220;Selbste&#8221; von Dieter Roth</strong></a> dreht sich die Ausstellung im Museum der Moderne in Salzburg, die dort noch bis zum 24. Juni zu sehen ist.</p>
<p>Zum Wochenausklang zwei besondere Schmankerl: Unsere Redakteurin Steffi Weiss besuchte die Triennale für zeitgenössische Kunst <a href="http://www.kunst-magazin.de/flandern-holt-die-kunst-an-den-strand/" target="_blank"><strong>Beaufort04</strong></a> in Belgien, bei der großformatige Skulpturen an verschiedenen Orten am Strand oder in den Dünen Flanderns aufgestellt werden. Mitgebracht hat sie einen riesigen Fundus an interessanten Eindrücken und Bildern. Und nicht zu vergessen: Unsere <a href="http://www.kunst-magazin.de/god-is-a-curator-neue-ausgabe-ab-jetzt-erhaeltlich/" target="_blank"><strong>Juni-Ausgabe unter dem Thema &#8220;God is a curator&#8221;</strong></a> ist seit Freitag erhältlich!</p>
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		<title>&#8220;God is a curator&#8221;: Neue Ausgabe ab jetzt erhältlich</title>
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		<pubDate>Fri, 25 May 2012 11:23:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Schmitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[1206 "God is a Curator"]]></category>
		<category><![CDATA[Intern]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;God is a curator&#8221; lautet das Thema unserer Juni-Ausgabe, die seit diesem Freitag erhältlich ist. Kuratoren gibt es mittlerweile wie Sand am Meer &#8211; aber &#8230; <a href="http://www.kunst-magazin.de/god-is-a-curator-neue-ausgabe-ab-jetzt-erhaeltlich/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-33274" title="KM 1206" src="http://www.kunst-magazin.de/wp-content/uploads/2012/05/km1206_blog1.jpg" alt="" width="550" height="432" /></p>
<p>&#8220;<strong>God is a curator</strong>&#8221; lautet das Thema unserer Juni-Ausgabe, die seit diesem Freitag erhältlich ist. Kuratoren gibt es mittlerweile wie Sand am Meer &#8211; aber was macht diesen Beruf eigentlich aus?<span id="more-33272"></span>Für unseren Leitartikel &#8220;<a href="http://www.kunst-magazin.de/betriebssystem-kurator/" target="_blank"><strong>Betriebssystem Kurator</strong></a>&#8221; konnten wir diesmal Prof. Dr. Wolfgang Kemp gewinnen, der einen Überblick über das zeitgenössische Berufsbild des Kurators gibt und dabei durchaus auch kritische Tendenzen aufgreift.</p>
<p>Mit Marte Elisabeth Paulssen trafen wir eine angehende Kuratorin zum Interview, die derzeit an der London Metropolitan University auf den Abschluss des Studienganges &#8220;Curating the Contemporary) zusteuert und vor kurzem mit zwei Komillitonen ihre erste Ausstellung im me collectors room in Berlin Mitte kuratierte.</p>
<p>Mit Alexander von Berswordt-Wallrabe wiederum stand uns ein alter Hase des Kunstbetriebs Rede und Antwort. Arbeiten aus der umfangreichen Sammlung konkreter Kunst des ehemaligen Galeristen und Kunstvermittlers sind derzeit in der Akademie der Künste am Hanseatenweg in Berlin zu sehen. Für unser monatliches Galerieprofil besuchten wir in diesem Monat die Galerie Max Hetzler, in der derzeit Werke von Rebecca Warren zu sehen sind.</p>
<p>Was natürlich auch in der Juni-Ausgabe nicht fehlt: zahlreiche Buchvorstellungen und Ausstellungstipps in Berlin und anderen Städten.</p>
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		<title>Betriebssystem Kurator</title>
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		<pubDate>Fri, 25 May 2012 10:00:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Kemp</dc:creator>
				<category><![CDATA[1206 "God is a Curator"]]></category>
		<category><![CDATA[Englisch]]></category>
		<category><![CDATA[KM 1206]]></category>
		<category><![CDATA[Betriebssystem Kurator]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Kemp]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn es zwei Akteure der Kunstwelt gibt, zu deren Vorteil sich ihr Habitat tektonisch verschoben hat, dann sind es nicht die Künstler, und ganz bestimmt &#8230; <a href="http://www.kunst-magazin.de/betriebssystem-kurator/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_33032" class="wp-caption alignleft" style="width: 610px"><img class="size-full wp-image-33032" title="1206art_thema_kemp_1_0517kh_rgb" src="http://www.kunst-magazin.de/wp-content/uploads/2012/05/1206art_thema_kemp_1_0517kh_rgb.jpg" alt="" width="600" height="480" /><p class="wp-caption-text">The Serpentine Gallery Photo © 2007 John Offenbach</p></div>
<p>Wenn es zwei Akteure der Kunstwelt gibt, zu deren Vorteil sich ihr Habitat tektonisch verschoben hat, dann sind es nicht die Künstler, und ganz bestimmt nicht der Kunsthistoriker oder der Kritiker, dann sind es der Sammler und die Kuratorin oder der Kurator. Ich werde mich ganz auf den Kurator bzw. die Kuratorin konzentrieren, die sich auch „transmitter“, „culture broker“, „junction maker“ nennen oder in aussterbender Weise auf Deutsch „Impresario“, „Gastgeber“ oder „Kunstdienstleister“. <span id="more-33000"></span></p>
<p>Die Karriere, die dieser Beruf und dieses Wort gemacht haben, ist atemberaubend. Vielen geht sie zu weit. Waldemar Januszczak, der leicht reizbare Kunstkritiker der London Times, schrieb 2009: „The second question that kept bundling itself into my mind was: what’s the best way to murder a curator? Curators are the art world’s biggest contemporary pests. […] Twenty years ago, they barely existed. Now every ambitious display of modern art is a curator’s personal handiwork.”</p>
<p>In der Liste „The Power 100“, welche die Zeitschrift Art Review jährlich aufstellt, um die 100 einflussreichsten Gestalten der Kunstwelt zu rangieren, stand 2009 zum ersten Mal ein Kurator an der Spitze aller möglichen „Machthaber“: Museumsdirektoren, Sammler, Kritiker, Galeristen, Auktionatoren, Experten und – beinahe hätten wir’s vergessen – Künstler, ja, die gab es auch.</p>
<p>An zehnter Stelle fand sich der erste: Bruce Nauman. Um genau zu sein: Es rangierten unter den Top Ten vier KuratorInnen, zwei Museumsdirektoren, nur ein Galerist und zwei Sammler. Die Kuratorenszene wird das Selbstverständliche dieser Spitzenplatzierungen mit Achselzucken zur Kenntnis genommen haben. Viel wichtiger war im Grunde eine andere Top-Position, die der Berufsstand speziell des Kurators im selben Jahr erreicht hatte.</p>
<p>Die Modewelt rief den Look des Kurators zum Trend des Herbstes 2009 aus. Das tat der Modejournalist der New York Times David Colman; er ließ seinen Artikel durch eine Fotostrecke illustrieren, die einen Modell-Kurator zeigte, der jedoch von den realen Vorbildern nicht so gravierend abwich, wie das sonst in Modemagazinen der Fall ist. Doch das Erste, was gerne über Amt und Selbstverständnis des Kurators gesagt wird, hat Massimiliano Gianni vom New Museum in New York gesagt: „Curating is, I think, a form of optimistic criticism: You’re making things possible instead of saying ‘that thing sucks.’ &#8230; The energy’s all in the making, not in the killing.”</p>
<p>Kurator und Kritiker sind danach Antipoden, Pole wie Plus und Minus. Dies allerdings wird niemand wirklich glauben, ist die kritische Kritik doch schon seit Langem ausgefallen und sind die Kritiker längst in die Lager des Kunstbetriebs übergewechselt: als Vorwortautoren, als Kuratoren, als Berater von Sammlern, als Sammler selbst. Ich spreche in diesem Zusammenhang gerne von „Contract Critics“. Zurück zur Power List der 100. The Winner was: Hans-Ulrich Obrist, auch kurz HUO genannt.</p>
<p>Obrist hat eine schöne Definition von der Aufgabe seines Amtes gegeben: „Der Kurator ist im Idealfall eine Passerelle, ein Katalysator, der im richtigen Moment verschwinden muss.“ Also: Er fungiert als Fußgängerbrücke. 170 Ausstellungen, dazu ein Dutzend Biennalen hat Obrist bereits kuratiert. Und deren Notwendigkeit wird vom Kurator heute unter erschwerten Bedingungen erzeugt. Noch einmal Obrist: „Die Frage nach der Notwendigkeit einer neuen Ausstellung stellt sich dann, wenn man dem Zwang widersteht, Räume füllen zu müssen.“</p>
<p>In gewisser Weise ist diese Spitzenstellung des Kurators im System der Künste auch ein Produkt der allerneuesten Kunstgeschichte. Nachdem die Kunst, die zeitgenössische wohlgemerkt, sich entschlossen hatte, wieder ins Museum zurückzukehren und ebenda kritisch, ortsspezifisch, kontextsensibel aufzutreten, nachdem sie zur Diskurskunst, zur Kunst mit interdisziplinärem Anspruch geworden war, brauchte sie schlicht und einfach Ansprechpartner und Hilfen, die mehr konnten als Bilder aufzuhängen.</p>
<p>Der amerikanische Kunstkritiker Dave Hickey hat einmal die Geschichte des Museums in drei Phasen eingeteilt: Auf die sich selbst erhaltende Institution und die aufgeklärte und aufklärerische Institution folgt heute das Museum als therapeutische Anstalt. Was implizit in Wandtexten, Bildungsangeboten, Nachbarschaftsaktivierungen, Programmen für junge Mitglieder, Sponsoring und Online-Präsenzen ausgesprochen wird, ist die Botschaft „Kunst ist gut für uns“, „ungeachtet … und trotz der verrückten Scheiße, welche einzelne Kunstwerke unerhörterweise anpreisen mögen“.</p>
<p>Zu den therapeutischen Angeboten mittlerweile jedes Museums gehört das Restaurant oder das Café. Essen ist nun in einem institutionellen Rahmen in unseren Breiten ein essenziell gesellschaftsbildendes und versöhnendes Ritual – versöhnend in Bezug auf die vielen aus ihren Kontexten geraubten Werke, die man vielleicht dadurch entschädigt, dass man einige der Ausstellungsthematik zugehörige Gerichte serviert: irgendetwas mit Fladen zu einer „Das Gold der Ägypter“-Ausstellung oder Muscheln und Chablis zu einer Schau „Zu Tisch mit den Impressionisten – Die Erfindung der Sinnlichkeit“.</p>
<p>Stichworte: Der Kurator als Gastgeber, als Ombudsmann und Heiler, also als Fürsorger, im ganz wörtlichen Sinne von „curator“, nur dass damit nicht mehr die Sorge für die Objekte gemeint ist. Wir können in diesem Zusammenhang noch einmal zu Obrist oder HUO zurückkehren und eine Show ansprechen, die er 1995 in der Londoner Serpentine Gallery unter dem Titelmotto „Take me (I’m yours)“ veranstaltete, mit 50.000 Besuchern seine bislang erfolgreichste Ausstellung.</p>
<p>Wie das? Obrist erklärt es so: „Die Serpentine Gallery ist kein richtiger Museumsraum, sondern eine hybride Mischform aus Teehaus und Pavillon. Erst später wurde eine Kunstgalerie daraus.“ Das heißt, die Ausstellungsinstitution, im populären Hyde Park gelegen, hat eine publikumsnahe Vorgeschichte und hat sich auch nach dem Funktionswechsel vor vier Jahrzehnten nicht grundsätzlich von ihr entfernt.“ Im Sinne dieser Serviceorientierung verstand sich auch die besagte Ausstellung: „‚Take me (I’m yours)‘ war ein Testfeld: ein Testfeld für Experimente.“</p>
<p>Die Ausstellung kämpfte programmatisch gegen die beiden Grundgesetze an, die in einer Kunstausstellung gelten: Nicht berühren! Und: Fremdes Eigentum! Besser gesagt: Eigentum, das Du, Besucher, nie Dein Eigen nennen kannst, weil es nämlich so teuer oder zu selten ist. Was gab es also zu berühren und „mit nach Hause zu nehmen“? Man konnte ein Essen mit einem Künstler gewinnen. Man konnte eine deutsche Zeitung einpacken, in der eine flaue Fotografie von Wolfgang Tillmans abgedruckt war, während seine Originalfotografien an der Wand „untouchable“ waren. Man konnte sich mit der fotografischen Reproduktion eines banalen Gegenstandes versorgen, wie sie Hans Peter Feldmann tausendfach zu machen liebt.</p>
<p>Kurz, das Ganze mutete an wie eine Tombola, deren Gewinne von angefragten Firmen und Läden gestiftet wurden – viele Ladenhüter kommen da zusammen. Und so passte auch der Beitrag von Christian Boltanski sehr gut dazu, der einen ganzen Raum der Galerie als Altkleiderlager einrichtete, aus dessen Beständen man sich frei versorgen konnte – vorausgesetzt, man hatte für die Objekte seiner Wahl eine Plastiktüte erworben, auf der der Name des Künstlers und das Wort „Dispersal“, „Zerstreuung“, standen.</p>
<p>Das wiederum war eine Verbeugung vor dem Programm des Kurators, der sich vorgenommen hatte, „eine Ausstellung zum Thema der Dispersion zu machen“. „Ist es überhaupt möglich, die Dispersion an einen Ort zu binden?“ Und von einem Ort ausgehen zu lassen, dessen Raison d’ être das Bleiben und Verwahren ist?Ein weiteres Merkmal zeitgenössischen Kuratierens läuft unter dem Stichwort „expanded programming“. Das heißt, es geht nicht mehr an, nur noch Bilder an die Wand zu hängen; hinzukommen müssen Besucherschulen, Museumsnächte, Gesprächsrunden, Tagungen, Konzerte, Lesungen, Happenings, Reisen, Bücher.</p>
<p>Ein Trendsetter in dieser Richtung war die documenta XI, bei der Okwui Enwezor ausgesuchte Kolleginnen und Kollegen in einige der schönsten Hotels der Welt einlud – nach Berlin, Delhi, St. Lucia, Lagos: Das waren die ersten vier Plattformen der documenta, bevor sich die Show dann im einfachen Nordhessen niederließ. Die documenta XI erkannte auf diese Weise an, dass Weltkunst Westkunst abgelöst hat, dass eine „Polyphonie der Zentren“ (Obrist) an der Tagesordnung ist.</p>
<p>Ich komme zum Schluss und möchte all dem, was vielleicht etwas respektlos klang, die schönste Selbstbeschreibung des Kuratorenamtes entgegenstellen, eine ganz andere, geradezu olympische Einschätzung dieses Phänotypus. Der japanische Kurator Fumio Nanjo hat sie für sich und seine Kollegen vor einigen Jahren wie folgt formuliert: „Ein wahrhaft internationaler Menschenschlag [Nanjo schreibt ‘breed’, ‘a truly international breed of people’, was mir viel besser gefällt als ,Schlag’] ist in den 1990er-Jahren herangewachsen, Menschen, die eine imaginative, eklektische, nicht-hierarchische Sicht auf Kultur einnehmen.</p>
<p>Dieser transkulturelle Orden [!] wird einen nomadischen Lebensstil führen und wird seine Energien aus einem permanenten und intensiven Wechsel der Geschwindigkeit, des Ortes und der sozialen Umgebung ziehen. Lokale menschliche Kontakte wie auch Telefon, Fax und EMail werden jegliches Gefühl der Isolation vertreiben. Diese Hyperreisenden streben nicht nach Besitz oder Amt in irgendeinem sozialen oder professionellen Umfeld.</p>
<p>Um die Engen der Schubladen zu vermeiden, wird dieser Kreis von Menschen offen multiple Charaktere ausleben, so wie Schizophreniker sich durch verschiedene Verkleidungen und Auftritte entlasten. Als kreative ‘free agents’ werden sie sich ihre Ausdrucksformen entsprechend der Situation selbst aussuchen, geschickt auf die jeweiligen Herausforderungen durch einen Wechsel von Medium, Stil und Attitüde reagierend.“</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<br />
(1) Jens Hoffmann: A Plea for Exhibitions, in: www.moussemagazine.it/articulo.mm?id=569</p>
<p>Bei dem Text handelt es sich um eine gekürzte Fassung des Vortrags über das Kuratieren in der Reihe „Kunstbegriffe“, gehalten am 2. Mai an der HfBK Dresden. Wolfgang Kemp (*1946) ist Senior-Professor für Kunstgeschichte an der Leuphana Universität zu Lüneburg und freier Autor. Zuvor lehrte er als Professor für Kunstgeschichte an der Kunsthochschule Kassel, der Philipps-Universität Marburg und der Universität Hamburg.</p>
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		<title>Flandern holt die Kunst an den Strand</title>
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		<pubDate>Fri, 25 May 2012 09:11:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffi Weiss</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Beaufort-Triennalen]]></category>
		<category><![CDATA[Beaufort04]]></category>
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		<category><![CDATA[Kurator Phillip Van den Bossche]]></category>
		<category><![CDATA[Marco Casagrande]]></category>
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		<description><![CDATA[Sitzt man in Belgiens moderner Kusttram, dann befindet man sich bereits auf dem Weg zu den Kunstwerken, die Kurator Phillip Van den Bossche im Rahmen &#8230; <a href="http://www.kunst-magazin.de/flandern-holt-die-kunst-an-den-strand/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_33187" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-33187 " title="Ivars Drulle: I Can Hear It, 2012 Foto: Steffi Weiss" src="http://www.kunst-magazin.de/wp-content/uploads/2012/05/201204-I-Can-Hear-it_Ivars-Drulle-550rgb.jpg" alt="" width="550" height="413" /><p class="wp-caption-text">Ivars Drulle: I Can Hear It, 2012 Foto: Steffi Weiss</p></div>
<p>Sitzt man in Belgiens moderner<em> Kusttram</em>, dann befindet man sich bereits auf dem Weg zu den Kunstwerken, die Kurator Phillip Van den Bossche im Rahmen der <a href="http://www.beaufort04.be/" target="_blank"><strong>4. Beaufort-Triennale für Gegenwartskunst</strong></a> am Meer ausgewählt hat. Auf einer 69 km langen Schienenstrecke gleitet die „Küstentram“- der Gedanke an Kunsttram liegt nahe &#8211; abwechselnd am Strand, zwischen imposanten Stranddünen oder durch angrenzende Ortschaften dahin.<span id="more-33142"></span></p>
<p>Zwischen den Orten de Panne und Knokke verheißen 25 von insgesamt 69 Haltestellen den Zugang zu den Kunstwerken am Strand und in den Gemeinden, die seit 2003 installiert werden. Im April 2012 hat mit der <a href="http://www.beaufort04.be/"><strong>Beaufort04</strong></a>-Eröffnung die Kunst-Strandsaison in Belgien begonnen. Kunstliebhaber, Strandläufer, Wanderfreunde, Radfahrer oder entdeckungsfreudige Flaneure könnten versucht sein, ihre ganz persönliche Beaufort-Skala für die anzutreffenden Kunstwerke anzulegen. Der doppelte Wortsinn von Beau-fort bietet dabei unterschiedlich an- und auslegbare Maßstäbe: aus dem Französischen übersetzt man „beau“ und „fort“ mit „stark und schön“, gleichzeitig bezeichnet der Begriff die von dem englischen Admiral Francis Beaufort eingeführte Beaufort-Skala für Segler, mit der er die Windstärke in Einheiten unterteilbar machte.</p>
<p><strong>Big Coat, Sanssouci und The Move Overseas in Zeebrugge</strong></p>
<div id="attachment_33191" class="wp-caption alignright" style="width: 330px"><img class=" wp-image-33191   " title="Erwin Wurm: Big Coat, 2010 Foto: Steffi Weiss" src="http://www.kunst-magazin.de/wp-content/uploads/2012/05/201200330-erwin-wurm-009-500rgb.jpg" alt="" width="320" height="298" /><p class="wp-caption-text">Erwin Wurm: Big Coat, 2010 Foto: Steffi Weiss</p></div>
<p>Der Ausstieg aus der Tram in Zeebrugge ist angesichts der Schnellstraße mit Blick auf eine riesige Werft nicht unbedingt verlockend, und doch sind hier Meisterwerke zu finden. Unweit vom bedeutendsten Fischerei- und Containerhafen Belgiens, der heute als modernster Hafen Europas gilt, treffen wir, von der Werft aus gesehen und dem Meer zugewandt, rechterhand auf den Yachthafen und linkerhand auf einen weitläufigen Strand.</p>
<p>Flaneure werden auf dem Strandweg von einem Paar versetzt platzierten, 2m großen kopflosen Kastengestalten im Anzug-Gewand überrascht. Die bis zu den Knien reichende Anzugsjacke ist pinkfarben, Krawatte, Kragen und der Schulterbereich schimmern silbrig. Je zwei nackte, mit einer glänzenden Silberschicht überzogene, wohlgeformte muskulöse Menschenbeine tragen dieses steife übergroße Gewand.</p>
<p>Gleich bewegen sie sich und laufen los, ist der erste Gedanke. Stecken da tatsächlich Menschen in diesen monströsen Kästen ohne Aussicht? Wenn ja, stehen die hier ganztags als Begrüßungskomitee? Kein anderer als der Österreicher <strong>Erwin Wurm</strong>, der für seine humorvollen Interventionen im öffentlichen Raum bekannt ist,<strong> </strong>hat sich über den Gang zum Strand seine Gedanken gemacht. Man kann sich gut vorstellen dass spätestens bei der Begegnung mit diesem Mahnmal selbst der letzte Anzugträger sich hier seiner Berufsbekleidung erinnert, sich derer schleunigst entledigt, und sich dann in Freizeitkleidung oder Badehose leger dem vergnüglichen Strandleben hingibt.</p>
<div id="attachment_33200" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-33200 " title="Stefan Sous: Sanssouci, 2012 Foto: Steffi Weiss" src="http://www.kunst-magazin.de/wp-content/uploads/2012/05/20120330-Sanssouci_stefan-sous-018-550rgb.jpg" alt="" width="550" height="412" /><p class="wp-caption-text">Stefan Sous: Sanssouci, 2012 Foto: Steffi Weiss</p></div>
<p>Mit den Anwohnern von Zeebrugge hat sich der deutsche Bildhauer <strong>Stefan Sous</strong> auseinandergesetzt. Er wählte für seinen Beitrag den Platz Admiraal Keyesplein, der von 113 zweistöckigen Arbeiterwohnhäusern umrundet ist. Bisher fiel der Blick der Anwohner auf einen leeren Platz mit einer saftig grünen Wiese. Neuerdings campieren Sous’ umgebaute Wohnwagen in der Mitte dieser Rasenfläche.</p>
<p>Die Wohnwagen scheinen aus allen Richtungen herangefahren und im Zentrum des Platzes so heftig zusammengestoßen zu sein, dass die Fahrerräume komplett vom Aufprall verschluckt wurden. Die so zusammengebauten steuerlosen Wagen ergeben in dieser Formation eine Wagenburg, die signalisiert: hier ist Mobilität zum Stillstand gekommen. Oder sind es die Seeleute, die sich an diesem Ort einst als Siedler dauerhaft niederließen?</p>
<div id="attachment_33197" class="wp-caption alignright" style="width: 291px"><img class="size-full wp-image-33197" title="20120330 stefan sous 021 rgb" src="http://www.kunst-magazin.de/wp-content/uploads/2012/05/20120330-stefan-sous-021-rgb.jpg" alt="" width="281" height="250" /><p class="wp-caption-text">Stefan Sous, 2012 Foto: Steffi Weiss</p></div>
<p>Gedanken an Reisen, Umzüge und sesshaft werden führt <strong>Michael Johansson</strong> mit der Installation „The Moves Overseas“, direkt am Kai von Zeebrugge, fort. Der schwedische Künstler stapelt seine Objekte mit Vorliebe. Drei Frachtcontainer türmte er übereinander, das Innere des mittleren Containers ist nach außen gekehrt.</p>
<p>Die Fläche der Containeraußenwand wirkt wie ein Bild, das nicht mit Pinsel und Farben, sondern mit Alltagsgegenständen gemalt wurde, mit einer Schreibmaschine, einem Spülbecken für Geschirr oder Büchern. Der Bildinhalt lebt von der Struktur und den Farben der zusammengefügten Gegenstände des alltäglichen Bedarfs. So arrangiert, sind sie zu Artefakten geworden. Sie machen sichtbar, was in den Überseecontainern verborgen sein könnte.</p>
<p><strong> Modified Social Benches und Sandworm in De Haan Wenduine</strong></p>
<p>Wieder in der “Kunsttram“, lockt einige Stationen weiter die im Jugendstil erbaute Tramstation in De Haan Wenduine<em> </em>zum Aussteigen und einem weiteren Spaziergang. In dem historisch erhaltenen Ort begeistern die zahlreichen architektonischen Sehenswürdigkeiten und Kunstwerke. Besonders anregend sind die „Modified Social Benches“. Die Bänke des dänischen Bildhauers <strong>Jeppe Hein</strong> haben „einen Knick in der Sitzfläche“, die zum Posieren verleiten und machen das Päuschen auf dem Weg zum Strand zu einem unterhaltsamen Erlebnis.</p>
<div id="attachment_33211" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-33211 " title="Sandworm_02-Marco_Casagrande presse Flandern 550rgb" src="http://www.kunst-magazin.de/wp-content/uploads/2012/05/Sandworm_02-Marco_Casagrande-presse-Flandern-550rgb.jpg" alt="" width="550" height="366" /><p class="wp-caption-text">Marco Casagrande: Sandworm, 2012 / Foto: Beaufort04</p></div>
<p>In den Dünen von Wenduine lauert bereits <strong>Marco Casagrandes</strong> „Sandworm“ auf die Besucher. Schon von weitem erkennt man das organisch geformte, 45m lange und 8m hohe Iglu aus handgeflochtenen Weidenruten. Wie ein überdimensionales Chamäleon fügt es sich schlängelnd in die Dünenlandschaft ein. Nähert man sich diesem Gebilde, verlockt der weit geöffnete türlose Eingang zum Eintreten in den Bauch der Konstruktion.</p>
<p>Schlagartig erscheinen fantastische Muster, die den Innenraum beherrschen, auch auf dem Körper. Sie werden vom Licht gezeichnet, dass durch das Weidengeflecht dringt. Durch ein offenes kreisrundes Loch in der Deckenmitte ist ein Stück Himmel zu sehen. Der Bau aus frisch geschnittenen Weidenruten, die noch Lebenssaft führen und teilweise sogar noch Blüten schlagen, grenzt sich von der restlichen Küstenarchitektur ab. Diese wird von Betonhochburgen dominiert, die, vergleichbar mit den Weidenruten, vermutlich immer weiterwuchern werden um sich dauerhaft zu verdichten.</p>
<div id="attachment_33213" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-33213 " title="Marco Casagrande: Sandworm, 2012 Foto: Steffi Weiss" src="http://www.kunst-magazin.de/wp-content/uploads/2012/05/20120330-MarcoCasagrande-Sandworm-Wenduine5978-550rgb.jpg" alt="" width="550" height="413" /><p class="wp-caption-text">Marco Casagrande: Sandworm, 2012 Foto: Steffi Weiss</p></div>
<p>Das Naturkunstwerk des finnischen Architekten Marco Casagrande, der als Professor für ökologische Stadtplanung in Taiwan arbeitet,<strong> </strong>wird hingegen<strong> </strong>verblühen, um im Laufe der Jahre ganz zu verschwinden. Solange es noch steht, wird Besuchern nicht nur ein außergewöhnliches Naturraumerlebnis, sondern zugleich ein einmaliger Ort für besondere Zeremonien wie z.B. Hochzeiten geboten. Die Schönheit des Zusammenspiels von Licht, Strand und Meer, das in das Rauminnere und Bewusstsein der Besucher dringt, bleibt unvergesslich.</p>
<p><strong>Olnetop</strong> <strong>in Oostende, </strong><strong>I Can Hear it in Middelkerke</strong></p>
<p>Bevor man in Middelkerke hält, gibt es bei einem Zwischenstopp in Bredene sichtbare Erfrischung am Strand. Beim Spaziergang entlang der Strandpromenade erhebt sich schon bald aus den Dünen ein unübersehbarer, knallgelber, beinahe 8m hoher auseinanderspritzender Wassertropfen, der wie zu Eis gefroren erstarrt ist und sich dem Himmel entgegenstreckt. Der Belgier <strong>Nick Ervinck</strong> sieht sich als moderner Bildhauer, der die neuen Medien für seine Arbeit nutzt. Für diese Arbeit fotografierte er vom Wellengang erzeugte Wasserspritzer. Die digital bearbeiteten Bilder dienten als Skizze für seine Polyester-Plastik. Ein winziger Wassertropfen lässt in dieser Dimension augenscheinlich werden wie kraftvoll die Natur ist.</p>
<div id="attachment_33219" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-33219 " title="Nick Ervinck: Onletop, 2012 Foto: Steffi Weiss" src="http://www.kunst-magazin.de/wp-content/uploads/2012/05/20120330-BREDENE_Nick-Ervinck_Olnetop2012_046_550rgb.jpg" alt="" width="550" height="413" /><p class="wp-caption-text">Nick Ervinck: Onletop, 2012 Foto: Steffi Weiss</p></div>
<p>Am Strand von Middelkerke Westende lädt die In-situ-Installation „I Can Hear it“ des lettischen Bildhauers <strong>Ivars Drulle</strong> dazu ein, die Augen zu schließen, um ganz der Melodie der Natur und der Umgebung zu lauschen. Zwei 5m lange und 3m hohe Hörtrichter, die an die Hörmuschel eines Grammophons erinnern, sind dem Meer zugewandt aufgestellt und gebieten: das Ohr anlegen, dann „abhören“.</p>
<p><strong> Location (8) und The Mumbling House in Nieuwpoort</strong></p>
<p>Regentage eignen sich hervorragend, um in Nieuwpoort die Werke von <strong>Hans Op de Beek</strong> und <strong>Nedkov Solakov</strong> zu erleben. Schlendert man durch Nieuwpoort die Schoolstraat entlang, liegt direkt gegenüber vom Schulgebäude das alte Munitionsdepot Bommenvrij. Der in mehreren Disziplinen arbeitende Belgier Hans Op de Beek hat hier seine „Location (8)“ eingerichtet. Bereits 2011 hatte der Künstler, der mit der Serie „Locations“ begehbare Installationen von fiktiven Orten und Bildern entwirft, mit der „Location (7)“ den Außenraum verlassen und seine Installation in ein leeres Haus verlegt. Die Besucher dürfen nur in kleinen Gruppen in die dunklen Räume eintreten. Schwaches Kerzenlicht weist den Weg über einen meterlangen dunklen Holzsteg, der über schwarz glänzendes stehendes Wasser zu einem kreisrunden Podest mit Sitzbank führt. In der Mitte flackert Licht von einem aufgestellten Kerzenwald zu mystischen Musikklängen.</p>
<p>Unwillkürlich stellt sich Andacht ein. Doch schon bald mahnt die Aufsicht zum Verlassen des Raumes, damit der nächste Besucherschwung hier Anregungen zur Reise ins Innere finden kann. Wer noch weiter im Dunkeln tappen möchte, dem sei ein Besuch in der prachtvollen, verlassenen und denkmalgeschützten Jugendstilvilla Hurlebise empfohlen.</p>
<div id="attachment_33229" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-33229" title="20120330 hans op de beek location 8 _5995 rgb" src="http://www.kunst-magazin.de/wp-content/uploads/2012/05/20120330-hans-op-de-beek-location-8-_5995-rgb-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Hans Op de Beeck: Location (8), 2012 Foto: Steffi Weiss</p></div>
<p>Hier hat der in Bulgarien geborene Künstler <strong>Nedkov Solakov</strong>,<strong> </strong>der bei der 52. Biennale in Venedig mit seiner Arbeit „Think with the senses, feel with the mind“ aufsehen erregte, seine unverwechselbare Handschrift mit humorvollen Sprüchen und Zeichnungen hinterlassen. Das Haus ist leer, dunkel und ohne Strom. Am Eingang erhalten die Besucher eine Taschenlampe. Beim Ableuchten der verlassenen Räume spielen auf Tapeten, Kronleuchter, in geöffneten Küchenschränken, Abflüssen der Nasszellen usw. schriftliche und zeichnerische Interpretationen auf einstige Bewohner an und lassen den Hausbesuch zu einer unterhaltsamen begehbaren Buchlektüre werden.</p>
<p><strong>Boundaries of Infinity in de Panne</strong></p>
<p>In De Panne, kurz vor der Endstation der Tram, führt ein letzter Ausstieg in Esplanade zu „Boundaries of Infinity“ des Malteser Künstlers und Architekten <strong>Norbert Francis Attard</strong>. Diese dauerhaft vor dem Rathaus von de Panne installierte Betonskulptur wirkt streng mathematisch. Die Betonelemente sind geometrisch nach den Regeln des goldenen Schnitts angeordnet und basieren ebenso auf den Zahlen der unendlichen Fibonacci-Folge, die sich auch in der Natur wiederfindet. Und wo befinden sich die Grenzen der Unendlichkeit? Die Fahrt zu den 27 neuen Kunstwerken von Künstlern aus ganz Europa endet an dieser Stelle, doch die vielen Eindrücke bleiben.</p>
<p>Von den facettenreichen Monumentalarbeiten kann man sich bis Ende September 2012 überraschen lassen. Sie stehen augenfällig wie auch kunstsinnig in Bezug zur Umgebung und wirken der Küstenarchitektur aus Betonhochhäusern entgegen. Bereits 20 Kunstwerke aus den vorherigen Beaufort-Triennalen wurden von der jeweiligen Stadt angekauft und locken, gemeinsam mit den Neuzugängen in Szene gesetzt, Besucher aus aller Welt an.</p>
<p>Wir bedanken uns bei <a href="http://flandern.com/" target="_blank"><strong>Tourismus Flandern</strong></a> für die Organisation der Pressereise.</p>
<div id="attachment_33231" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-33231 " title="Wim Delvoye: Caterpillar 5bis Foto: Steffi Weiss" src="http://www.kunst-magazin.de/wp-content/uploads/2012/05/Caterpillar-Wim-Delvoye-065-550rgb.jpg" alt="" width="550" height="413" /><p class="wp-caption-text">Wim Delvoye: Caterpillar 5bis Foto: Steffi Weiss</p></div>
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		<title>Editorial</title>
		<link>http://www.kunst-magazin.de/editorial-3/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 May 2012 09:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julika Nehb</dc:creator>
				<category><![CDATA[1206 "God is a Curator"]]></category>
		<category><![CDATA[Englisch]]></category>
		<category><![CDATA[KM 1206]]></category>
		<category><![CDATA[editorial]]></category>

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		<description><![CDATA[Allein in Deutschland wurden in den letzten Jahren drei Masterstudiengänge geschaffen, die die Kunst des Kuratierens lehren – in Frankfurt, Bochum und Leipzig. Das ist &#8230; <a href="http://www.kunst-magazin.de/editorial-3/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-33181" title="cover" src="http://www.kunst-magazin.de/wp-content/uploads/2012/05/km1206_cover_250px.jpg" alt="" width="250" height="367" />Allein in Deutschland wurden in den letzten Jahren drei Masterstudiengänge geschaffen, die die Kunst des Kuratierens lehren – in Frankfurt, Bochum und Leipzig. Das ist verständlich, verspricht dieser Beruf nicht nur ein Jetsetleben, Ruhm und Glamour, sondern auch noch intellektuelle Glaubwürdigkeit. Unsere Juni-Ausgabe trägt den Titel „God is a Curator“ und nähert sich dem so allgegenwärtigen wie schwer fassbaren Begriff des Kurators aus unterschiedlichen Blickwinkeln.<span id="more-32998"></span></p>
<p>Prof. Dr. Wolfgang Kemp bietet im Leitartikel einen Überblick über die Aktionsfelder und das Selbstverständnis des zeitgenössischen Kurators. Er wirft einen kritischen Blick auf die Protagonisten der Szene (allen voran auf den geheimnisvollen HUO), um letztlich einen versöhnlichen Ausblick auf eine neue Generation von Ausstellungsmachern zu eröffnen.</p>
<p>Eine dieser Kuratorinnen ist Marte Elisabeth Paulssen, die wir anlässlich ihrer ersten Ausstellung im me Collectors Room trafen. “In a nutshell, the curator’s job is to present artworks in a way that keeps the artist´s integrity intact, and also in a way that intrigues the audience”, so ihr Fazit.<br />
Zurzeit präsentiert die Akademie der Künste im Hanseatenweg die Ausstellung „Aufbruch. Malerei und realer Raum“, deren Exponate maßgeblich aus den Beständen des ehemaligen Galeristen und Kunstvermittlers Alexander von Berswordt-Wallrabe stammen. Uns gewährte er Einblicke in seine Tätigkeit.</p>
<p>Dass Künstler im Rahmen zeitgenössischer Ausstellungsproduktionen auch als Kuratoren in Aktion treten, verdeutlicht Rebecca Warren in ihrer aktuellen Ausstellung bei Max Hetzler, dessen Galerie auf Seite 26 vorgestellt wird.</p>
<p>Solange Ausstellungen aber nicht aus der primären Motivation heraus besucht werden, ein Autogramm des Kurators abzustauben, kann man dem Hype wohl gelassen begegnen. Schließlich wollen wir doch unseren Horizont erweitern, mit Neuem, Altem, Unerwartetem und Schönem konfrontiert werden, wir wollen belehrt, überrascht, herausgefordert, stimuliert und: Ja, manchmal wollen wir auch unterhalten werden! In diesem Sinne: Thank God There Are Curators!</p>
<p>Ihre KUNST Magazin Redaktion</p>
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		<title>„Als Münchner wird man geboren, Berliner kann man werden“</title>
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		<pubDate>Fri, 25 May 2012 08:00:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elisabeth Braunshier</dc:creator>
				<category><![CDATA[1206 "God is a Curator"]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[KM 1206]]></category>
		<category><![CDATA[BERLINmacher]]></category>
		<category><![CDATA[Franziska Nentwig und Dominik Bartmann]]></category>
		<category><![CDATA[Stiftung Stadtmuseum Berlin]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum 775-jährigen Jubiläum Berlins zeigt das Stadtmuseum eine Ausstellung zur Geschichte der Hauptstadt, aber nicht im herkömmlichen Sinne. Anhand von 775 Porträts – 75 historischen &#8230; <a href="http://www.kunst-magazin.de/als-muenchner-wird-man-geboren-berliner-kann-man-werden/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft  wp-image-33073" title="1206art_Buch_Berlinmacher_0507eb_rgb" src="http://www.kunst-magazin.de/wp-content/uploads/2012/05/1206art_Buch_Berlinmacher_0507eb_rgb.jpg" alt="" width="250" height="336" />Zum 775-jährigen Jubiläum Berlins zeigt das Stadtmuseum eine Ausstellung zur Geschichte der Hauptstadt, aber nicht im herkömmlichen Sinne. <span id="more-33070"></span></p>
<p>Anhand von 775 Porträts – 75 historischen und 700 von heute lebenden (Wahl-)Berlinern – soll gezeigt werden, wie das Bild dieser Stadt durch ihre Bewohner geprägt wird. Der Katalog zur Ausstellung widmet sich dementsprechend den „Machern“ von Berlin, die die Stadt gestalteten und das Stadtbild prägten. Persönlichkeiten wie Theodor Fontane und Käthe Kollwitz treten dabei ebenso in Erscheinung wie die heutigen Einwohner der Millionenmetropole.</p>
<p>Stiftung Stadtmuseum Berlin, Franziska Nentwig und Dominik Bartmann (Hg.):<br />
BERLINmacher. 775 Porträts – ein Netzwerk. Kerber Verlag, Bielefeld 2012. Dt.,<br />
224 S., Softcover, 29,95 €. ISBN: 978-3-86678-665-3<strong><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3866786654/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=km02-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3866786654"> Bei Amazon bestellen.</a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=km02-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3866786654" alt="" width="1" height="1" border="0" /></strong></p>
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		<title>Das Selbstbildnis des Dieter Roth</title>
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		<pubDate>Thu, 24 May 2012 08:00:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Schmitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Dieter Roth]]></category>
		<category><![CDATA[Museum für Moderne Kunst Mönchsberg]]></category>
		<category><![CDATA[Salzburg]]></category>

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		<description><![CDATA[Raumgreifende Plastiken, Installationen, Malereien, Zeichnungen, Filme, Fotografie, Gedichte und Musik &#8211; Dieter Roth war ein Multifunktionskünstler par excellence. Dabei hat er sich stets am liebsten &#8230; <a href="http://www.kunst-magazin.de/das-selbstbildnis-des-dieter-roth/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_32960" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-32960" title="Dieter Roth Selbstbildnis als Loch, 1973 Tuschfeder in Schwarz auf Papier 29 x 37 cm ahlers collection © 2012 Dieter Roth Estate" src="http://www.kunst-magazin.de/wp-content/uploads/2012/05/salzburg_moenchsberg_dieterroth1.jpg" alt="" width="550" height="425" /><p class="wp-caption-text">Dieter Roth Selbstbildnis als Loch, 1973 Tuschfeder in Schwarz auf Papier 29 x 37 cm ahlers collection © 2012 Dieter Roth Estate</p></div>
<p>Raumgreifende Plastiken, Installationen, Malereien, Zeichnungen, Filme, Fotografie, Gedichte und Musik &#8211; <strong>Dieter Roth</strong> war ein Multifunktionskünstler par excellence. Dabei hat er sich stets am liebsten mit einem Thema beschäftigt: Sich selbst. Das <a href="http://www.museumdermoderne.at" target="_blank"><strong>Museum der Moderne in Salzburg</strong></a> zeigt noch bis zum 24. Juni die Ausstellung &#8220;Dieter Roth. Selbste&#8221;. <span id="more-32959"></span>In autobiographischen Texten, Bildern oder Tagebüchern hinterfragte der 1998 verstorbene Künstler über viele Jahre hinweg sich selbst, seine Handlungen und seine künstlerische Praxis. Eine Entwicklung wird deutlich von den frühen zeichnerischen Selbstbildnissen, die Roth noch während seiner Ausbildung schuf, über die Büsten aus Schokolade, die in den 1960er Jahren entstanden, bis hin der umfangreichen Werkgruppe &#8220;Selbstbildnis als&#8230;&#8221;.</p>
<div id="attachment_32963" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><img class="size-full wp-image-32963 " title="Dieter Roth &amp; Arnulf Rainer Zu zweit, ohne Jahr Graphit, Kreide, Öl auf Foto 50 x 60 cm Courtesy Galerie Thaddaeus Ropac Paris / Salzburg © 2012 Dieter Roth Estate" src="http://www.kunst-magazin.de/wp-content/uploads/2012/05/salzburg_moenchsberg_dieterroth2.jpg" alt="" width="250" height="303" /><p class="wp-caption-text">Dieter Roth &amp; Arnulf Rainer Zu zweit, ohne Jahr Graphit, Kreide, Öl auf Foto 50 x 60 cm Courtesy Galerie Thaddaeus Ropac Paris / Salzburg © 2012 Dieter Roth Estate</p></div>
<p>Hier erforschte der Künstler die Möglichkeiten der Aufsplitterung des Selbst in viele verschiedene &#8220;Selbste&#8221; und nutzte seine eigene Persönlichkeit zur radikalen Selbstforschung.</p>
<p>Besonders die 128-teilige Videoinstallation „Solo Szenen“, die Roth bis kurz vor seinem Tod entwickelte, verdeutlichen, wie sehr die Selbstbefragung des eigenen Selbst und die gleichzeitige Dekonstruktion dieses den zentralen Punkt in seinem Schaffen bildet.</p>
<p>Die Ausstellung &#8220;Dieter Roth. Selbste&#8221; ist noch bis zum 24. Juni im <a href="http://www.museumdermoderne.at" target="_blank"><strong>Museum für Moderne Kunst Mönchsberg</strong></a> in Salzburg, Österreich zu sehen. Geöffnet ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr sowie Mittwoch von 10 bis 20 Uhr. Der Eintritt kostet 8 Euro bzw. 6. Euro ermäßigt.</p>
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		<title>Die Macht des Konsums</title>
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		<pubDate>Thu, 24 May 2012 08:00:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elisabeth Braunshier</dc:creator>
				<category><![CDATA[1205 "Macht"]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[KM 1205]]></category>
		<category><![CDATA[Die Macht des Konsums]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen im Warenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Rudolf Holtappel]]></category>

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		<description><![CDATA[Mehr als 30 Jahre lang besuchte der Fotograf Rudolf Holtappel Karstadt-Filialen in ganz Deutschland. Er hielt den Mikrokosmos der Warenhäuser in bemerkenswerten Aufnahmen fest, die &#8230; <a href="http://www.kunst-magazin.de/die-macht-des-konsums/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-32283" title="1205art_Buch_Menshen im Warenhaus_0404as_rgb" src="http://www.kunst-magazin.de/wp-content/uploads/2012/04/1205art_Buch_Menshen-im-Warenhaus_0404as_rgb.jpg" alt="" width="250" height="302" />Mehr als 30 Jahre lang besuchte der Fotograf Rudolf Holtappel Karstadt-Filialen in ganz Deutschland. Er hielt den Mikrokosmos der Warenhäuser in bemerkenswerten Aufnahmen fest, die nun in einem umfassenden Katalog präsentiert werden.</p>
<p><span id="more-32266"></span>Seine S/W-Fotografien erzählen die Geschichten von Verkäufern und Kunden in einer scheinbar heilen Shoppingwelt. Mit präzisem Blick folgt Holtappels Kamera den Protagonisten auf ihrem Weg durch das Kaufhaus und dokumentiert die emotionale Wirkungsmacht der ausgestellten Konsumgüter.</p>
<p>Museum Wiesbaden (Hg.): Menschen im Warenhaus. Rudolf Holtappel –<br />
Fotografien von 1964 bis 1995. Kerber Verlag, Bielefeld 2011. Dt., 128 S., 119 Abb.,<br />
brosch., 29,95 €. ISBN: 978-3-86678-600-4 <strong><a href="http://www.amazon.de/gp/product/386678600X/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=km02-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=386678600X"><br />
Buch bei Amazon bestellen</a></strong><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=km02-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=386678600X" alt="" width="1" height="1" border="0" /></p>
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		<title>Juergen Teller zu Gast im Reading Room</title>
		<link>http://www.kunst-magazin.de/juergen-teller-zu-gast-im-reading-room/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 May 2012 08:00:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Schmitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Events]]></category>

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		<description><![CDATA[Einer der weltweit bekanntesten Fotografen kommt zu einer Gesprächs- und Signierstunde nach Berlin: Am kommenden Donnerstag, 24. Mai 2012 stellt Juergen Teller im Reading Room &#8230; <a href="http://www.kunst-magazin.de/juergen-teller-zu-gast-im-reading-room/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-32945" title="Juergen Teller &quot;Bilder und Texte&quot;" src="http://www.kunst-magazin.de/wp-content/uploads/2012/05/berlin_doyoureadme_juergenteller.jpg" alt="" width="250" height="249" />Einer der weltweit bekanntesten Fotografen kommt zu einer Gesprächs- und Signierstunde nach Berlin: Am kommenden Donnerstag, 24. Mai 2012 stellt <strong>Juergen Teller</strong> im Reading Room auf der Potsdamer Straße sein kürzlich im Steidl Verlag erschienenes Buch &#8220;Bilder und Texte&#8221; vor. <span id="more-32944"></span></p>
<p>Organisiert wird das sicherlich gut besuchte Event durch das ZEITmagazin, für das Teller seit einiger Zeit eine Fotokolumne anfertigt. Die Leserbriefe, Texte und Fotografien, die er während dieser Zeit erhielt, sind in der Publikation des Künstlers abgedruckt. Über die Hintergründe der Entstehung des Buches spricht Teller an diesem Abend mit Christoph Amend, dem Chefredakteur des ZEITmagazins.</p>
<p>Beginn der Veranstaltung ist um 19 Uhr im Reading Room von Do you read me?!, Potsdamer 98, 10785 Berlin-Tiergarten. Der Eintritt ist frei.</p>
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		<title>Sammlergespräch mit Selim Varol</title>
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		<pubDate>Wed, 23 May 2012 15:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Schmitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sammler]]></category>
		<category><![CDATA[me collectors room]]></category>
		<category><![CDATA[sammlergespraech]]></category>
		<category><![CDATA[Selim Varol]]></category>

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		<description><![CDATA[Das KUNST Magazin Sammlergespräch geht in die nächste Runde: Am 1. Juni sprechen wir mit Selim Varol, der mit rund 15.000 &#8220;Toys&#8221; eine außergewöhnliche Sammlung &#8230; <a href="http://www.kunst-magazin.de/sammlergespraech-mit-selim-varol/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_33052" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-33052" title="berlin_mecollectorsroom_selivarol" src="http://www.kunst-magazin.de/wp-content/uploads/2012/05/berlin_mecollectorsroom_selivarol.jpg" alt="" width="550" height="285" /><p class="wp-caption-text">Selims Family Group Shot / Foto: © Daniel-Geo-Fuchs</p></div>
<p>Das KUNST Magazin Sammlergespräch geht in die nächste Runde: Am 1. Juni sprechen wir mit Selim Varol, der mit rund 15.000 &#8220;Toys&#8221; eine außergewöhnliche Sammlung besitzt. <span id="more-33033"></span></p>
<p><em>„meine sammlung, das bin ich – meine kindheit, meine freunde, meine helden, meine vorbilder, was mir spaß macht, gefühle, die mich bewegen. bilder meiner reise: ‘at home i’m a tourist’“ (Selim Varol)</em></p>
<p>Die Welt der zumeist in Asien produzierten „Toys“ ist eine Welt voller Plastik und Vinyl. Bei den Figuren handelt es sich um detailgetreue Miniatur-Skulpturen, deren Ausgangspunkte in den Fantasien zeitgenössischer urbaner Künstler und Designer liegen oder von Politik und Zeitgeschehen, Hollywoodproduktionen sowie dem Character-Design aus Comics und Mangas inspiriert sind. Der 39-jährige türkischstämmige Selim Varol aus Düsseldorf sammelt seit seiner Kindheit „Toys“ und besitzt mit rund 15.000 Figuren eine der größten Sammlungen dieser Art in Europa.</p>
<div id="attachment_33049" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><img class="size-full wp-image-33049" title="Foto: Oliver Rath" src="http://www.kunst-magazin.de/wp-content/uploads/2012/05/1206art_AnkündigungSammlergespräch_Varol_0515jn_rgb.jpg" alt="" width="250" height="375" /><p class="wp-caption-text">Selim Varol / Foto: Oliver Rath</p></div>
<p>Einen weiteren Schwerpunkt bilden Arbeiten von Künstlern, die ihren Ursprung in der Street Art und im „Pop-Surrealismus“ haben. Zu den in der Sammlung vertretenen Künstlern gehören Shepard Fairey, KAWS, Phil Frost, JR, Faile, D*Face, Daniel &amp; Geo Fuchs, Swoon, Dennis Mcnett, Futura, Judith Supine, Pete Fowler und Blek Le Rat. Kennzeichnend für alle Werke der Sammlung sind die enge Verknüpfung zwischen Kunst und Alltag sowie ihr oft spielerisch-humorvoller oder subversiver Charakter.</p>
<p>Viele Werke der Sammlung sind durch ihre Präsenz im öffentlichen Raum bekannt. So erregte der aktuelle TED- Preisträger JR im Jahr 2008 mit „28 millimètres: Women Are Heroes“, einem Projekt, das er in den Favelas von Rio de Janeiro durchführte, öffentliches Aufsehen, indem er riesige Abbildungen der Anwohnerinnen an den Häuserfassaden anbrachte, um auf deren Lebensgeschichte aufmerksam zu machen und den Frauen eine Stimme zu geben.</p>
<p>Das Sammlergespräch findet in Kooperation mit dem me Collectors Room im Rahmen der Ausstellung „ART &amp; TOYS – Collection Selim Varol“ statt und wird von Jan Kage moderiert.</p>
<p>Der Eintritt ist frei. Einlass nur nach Anmeldung unter sammler@kunstmagazin.de<br />
Freitag, 1.Juni 2012<br />
Einlass ab 18 Uhr, Beginn 18.30 Uhr</p>
<p>me Collectors Room Berlin/Stiftung Olbricht<br />
Auguststr. 68<br />
10117 Berlin-Mitte</p>
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