Galerie Wendt + Friedmann – „Für Künstler, denen die Zukunft gehört“

Der Blick durch die Galerie – Ausstellungsansicht Secret Stars** und Tilo Baumgärtel / Nadin Maria Rüfenacht, Foto: Ludger Pfaffrath

Betritt man die Ausstellungsräume von Wendt + Friedmann in der Berliner Heidestraße fühlt man sich gleich wohl: Dunkle Dielenböden, helle Wände und angenehme Lichtverhältnisse schaffen eine intime Atmosphäre. Seit dem Eröffnungstag der Galerie im September 2009 waren hier bereits interessante Ausstellungen, etwa von Amélie Grözinger, John Isaacs oder Moritz Schleime, zu sehen. Inhaber Andreas Wendt nimmt seinen Künstlern gegenüber eine besondere Haltung ein: Mehrere Jahre war er selber künstlerisch tätig und weiß daher, wie ein Leben zwischen Atelierarbeit, Ausstellungshektik und kreativen Herausforderungen aussieht. Weiterlesen

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Galerieprofil Galerie Guido W. Baudach „Frei von jeglichem Zynismus“

„Die Künstler schätzen die großzügigen Räume in der Galerie im Wedding“ Ansicht Wedding, Foto: Roman März © Courtesy Galerie Guido W. Baudach, Berlin. Erschienen in KUNST Magazin KMB1205.

1999 gründete Guido W. Baudach den nichtkommerziellen Projektraum „Maschenmode“ in der Torstraße, der 2001 zur „Galerie Guido W. Baudach“ wurde. Seit 2009 gibt es zusätzlich die Dependance in Charlottenburg. Die Galerie ist inzwischen etabliert, ihre Künstler, darunter André Butzer, Erik van Lieshout oder Aïda Ruilova, werden national und international ausgestellt.

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Galerieprofil Abtart – Von Fremdkörpern und Katzengold

Nikolaus Koliusis: Do not disturb, 2012, Foto: Nikolaus Koliusis. Erschienen in KUNST Magazin KMB1204

Während sich Museumsdirektoren, Galeristen, Kuratoren und sowieso die gesamte PR-Artillerie des Kunstfeldes regelmäßig den Kopf darüber zerbrechen, mit welchen Strategien man sowohl die kunstverschreckte Masse als auch den geneigten Sammler denn nun am besten in die Musentempel und vor die Bilder lockt, machte die gebürtige Stuttgarterin und Kunstliebhaberin Karin Abt-Straubinger aus ihrer Position als Geschäftsführerin des Verlags Straubinger, der u. a. Telefonbücher produzierte, kurzerhand eine Tugend: 1992 begann sie, Kunst auf die Cover der von ihr verlegten örtlichen Telefonbücher drucken zu lassen. Weiterlesen

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Die Galerie als Multimedia-Location

Ausstellungsansicht in der Galerie Funke / Foto: Rebecca Hürter

Die Idee eine Galerie zu eröffnen hatte Claudia Funke bereits als Jugendliche. Besuche in der Düsseldorfer Kunsthalle und Reisen nach Berlin inspirierten sie Anfang der 1980er Jahre, Musik, Kunst und Dichtung in einem Ausstellungsraum zu vereinen. „Es war die Zeit von Punk und New Wave, als im Rheinland und auch in Berlin die ,Neuen Wilden’ sehr musikbezogen arbeiteten und ihre eigenen Erfahrungen in Clubs oder als Musiker in Bands in ihre Kunst einfließen ließen“, erinnert sich die Galeristin und studierte Kunsthistorikerin nun viele Jahre später mit Begeisterung.

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Isabella Czarnowska „Mir liegt die Art, so zu denken“ – Galerieprofil

Andrzej Wróblewski: Frühling an der Kunstakademie, 1956, Gouache, Tusche, 29,5 x 42 cm ©, Courtesy: Galerie Isabella Czarnowska, Berlin, Foto: Uwe Walter. Erschienen in KUNST Magazin KMB1203.

Nach Stationen in Stuttgart und Köln Mitte der 1980er-Jahre führt Isabella Czarnowska seit 2006 unter ihrem Namen ihre Galerie in der Rudi-Dutschke-Straße. Mit 18 Jahren war sie von Polen nach Stuttgart zum Kunstgeschichtsstudium gekommen – an der Fakultät saßen Geisteswissenschaftler mit Studenten der Akademie der Künste in gemeinsamen Veranstaltungen. Wichtige Begegnungen mit Künstlern ergaben sich während einer Romanistikvorlesung von Jean-Pierre Dubost. „Plötzlich war daraus eine private Veranstaltung geworden. Derrida, Lacan, Lyotard … Wir kamen mit den großen Philosophen persönlich ins Gespräch.“ Weiterlesen

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Jüdische Mädchenschule wird Haus für Kunst und Esskultur

The Kosher Classroom / Foto: Julia Schmitz

“Ich fühle mich ein bisschen wie bei meiner Einschulung”, lächelt Galerist und Initiator Michael Fuchs bei der Pressekonferenz anlässlich der bevorstehenden Eröffnung des “Haus für neue Kunst und Esskultur” in der Ehemaligen Jüdischen Mädchenschule in Berlin-Mitte am 9. Februar. Das passt, sitzen er und seine neuen Mistreiter doch stilecht an mit Namensschildchen versehenen rustikalen Schultischen.

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Neue Gesellschaft für Bildende Kunst: Produktives Streiten

Wawrzyniec Tokarski: „nix verkehrt“, 2010. Stempelfarbe auf Stoff, 220 x 240cm Courtesy Nosbaum & Reding, Luxemburg, erschienen in KUNST Magazin KMB1202

Die NGBK: Das sind die Alternativen, die Progressiven, das sind die im positiven Sinne Streitsuchenden und Streitbaren in einer auf den ersten Blick ziemlich heterogenen Landschaft deutscher Kunstvereine. Das Image einer antibürgerlichen, schlaghosentragenden Protestbewegung, das aufs engste mit den Idealen der 68er (und bis heute mit deren Sprache) verbunden ist, geht auf die denkwürdige Gründungsgeschichte der NGBK zurück.

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Aus Interesse am Prozess: Minken & Palme

Stürmisches Wetter. Eine Frau im langen eleganten Mantel läuft eilig die Straße entlang, klopft an eine Tür: „Herr Minken, Sie müssen mir helfen!“, ruft sie verzweifelt und wartet darauf, dass sich die Tür öffnet. Minken & Palme: vielleicht eine Anwaltskanzlei, vielleicht ein Detektivbüro? Eine Szene wie in einem Spielfilm der 50er Jahre. – Diese erfundene Anekdote nennt Nicolas Wollnik, einer der beiden Begründer von Minken & Palme, schmunzelnd auf die Frage nach der Bedeutung des Namens seiner Galerie.

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Von der “Wohnmaschine” zur Loock Galerie

Die hellen Räumlichkeiten der Galerie Loock in Berlin

Im Stadtteil Tiergarten hinter dem Hamburger Bahnhof machen wir uns auf die Suche nach der Loock Galerie. Abseits des Menschentrubels landen wir auf einem weitläufigen, verlassenen Gelände, das von Lagerhallen umgeben ist. Auf der rechten Seite, direkt an der Spree, befinden sich die Hallen am Wasser, in der mehrere Galerien untergebracht sind – so auch die Loock Galerie. Die klassische White Cube Architektur gibt den Werken genügend Raum zur Entfaltung. Das sah vor einigen Jahren noch ganz anders aus. Weiterlesen

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Galerieprofil: Das Verborgene Museum „… nachfragen, sichten, blättern, lesen, suchen …“

Eva Besnyö: Sommerhaus Groet, Nord-Holland, 1934

Eva Besnyö: Sommerhaus Groet, Nord-Holland, 1934 © Eva Besnyö/MAI Amsterdam. Erschienen in KUNST Magazin KMB1112.

In Archiven, den Tiefen der Bibliotheken, in Kisten, Koffern, Kellern und Dachkammern schlummern sie: Fotos, Briefe, Bilder, alltägliche Dokumente eines Lebens, Fragmente einer längst vergessenen Biografie einer schon unbekannten Künstlerin, in alle Himmelsrichtungen verstreut. Der Verein „Das Verborgene Museum e. V.“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Fragmente zusammenzusetzen, die Lebensläufe vergessener Künstlerinnen zu rekonstruieren und in einer Retrospektive der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen. Chefkuratorin Marion Beckers gewährte einen Blick hinter die Kulissen.

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