The next revolution will not be funded

 

Stiftungshaus der Heinrich Böll Stiftung Fotos: Andreas Böhmig, Gunther Klotzer, Manuela Schneider, Jan Bitter

Immer häufiger wählen Förderprogramme ihre Teilnehmer innerhalb der Kunst- und Kulturszene nach vorgeblich “objektive Kriterien” aus, die jedoch häufig bereits auf eine klare Intention und Wirkung zielen. Fallen komplexere Projekte so schneller durch das Raster? Unter dem Titel “The next revolution will not be funded” lädt die Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin am Mittwoch, 8. Februar 2012 zu einer Podiumsdiskussion.

Dass Kunst und Kultur keine unerhebliche Rolle in Bezug auf die Entwicklung der gesellschaftspolitischen und sozialen Umgebung spielen, lässt sich mit einem Blick auf die nationale und internationale Szene bestätigen. Kunst darf und sollte gelegentlich verquer, provokant und kompliziert sein, doch oftmals werden Projekte dieser Art zu Gunsten verständlicherer Formate beseite geschoben.

In der Podiumsdiskussion soll diskutiert werden, ob es immer weniger um eine Kunst geht, ” für die – im Sinne einer sich als revolutionär verstehenden, unvollendeten Moderne – das Publikum erst noch erfunden werden muss?” Wird stattdessen eine politisch korrekte und pädagogisch wertvolle Kunst gefördert, die dem Publikum entgegen kommt und keinen Grund zur Diskussion bietet?

Es diskutieren Prof. Dr. Sarat Maharaj (Goldsmiths College, London/Kunstakademie Malmö, Universität Lund), Diedrich Diederichsen (Akademie der bildenden Künste, Wien), Ruth Wilson Gilmore(Graduate Center of the City University, New York)
und Simon Thompson (Wiels, Brüssel).

Beginn der Veranstaltung in der Heinrich-Böll-Stiftung Berlin ist um 19:30 Uhr, der Eintritt ist frei.

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