
Ansichtskarte Leipziger Messe, um 1910, Copyright: Sammlung G. Stumpp, Stuttgart
Anfang des 20. Jahrhunderts war Schluß mit dem ewigen Schwarz-Weiß: Der Mehrfachdruck brachte Farbe in die Ansichtskarten- und Posterproduktion. Wie vielfältig sich diese fortan gestaltete, zeigt die Ausstellung “Von der Litographie zum Offsetdruck”, die am 3. Februar im Museum für Druckkunst Leipzig eröffnet wird.
Die Ausstellung besteht aus zwei Teilen und zeigt zunächst die Ansichtskartenproduktion der Leipziger Kunstanstalt Carl Garte um 1900 herum. Es wird deutlich, welche bedeutende Rolle die aufwändige und variierende Farbgestaltung der Karten spielte, um auf dem heiß umkämpften Markt zu bestehen.
Der zweite Teil der Ausstellung fokussiert sich auf den Offsetdruck, der sich im ersten Viertel des neuen Jahrhunderts zu etablieren begann und der sich die Kunstanstalt Garte ab 1912 als einer der ersten Betriebe in Deutschland widmete. Genutzt wurde diese Druckform, die später ebenfalls im Buch- und Zeitungsdruck zum Einsatz kam, hauptsächlich ebenfalls für Ansichtskarten, Plakate und Verpackungen.
Die Ausstellung “Von der Lithografie zum Offsetdruck. Die Leipziger Kunstanstalt Carl Garte und die Sammlung Hans Garte” ist vom 3. Februar bis zum 13. Mai 2012 im Museum für Druckkunst Leipzig zu sehen. Geöffnet ist Montag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr sowie Sonntag von 11 bis 17 Uhr.







